Dio, perdoni la mia pistola! (1969)

(dt:Django - Gott vergib seinem Colt!)

D:Wayde Preston, Loredana Nusciak, José Torres, Dan Vadis, Livio Lorenzon, Giuseppe Addobbati, Arturo Dominici, Nino Marchetti, Riccardo Pizzuti, Osiride Pevarello, Bruno Ariè, Pasquale Basile // R:Leopoldo Savona, Mario Gariazzo B:Savona, Gariazzo K:Stelvio Massi M:Vasco - Mancuso

Video: VPH

Super 8: Umkehr zur Hölle - Die Clanton-Bande - Der Ramires-Clan - Gott vergib seinem Colt (Schonger-Film)

Geplanter Kino-Titel: Gott vergib meinem Colt

Dem alten Prescott ist einst die Schuld an einem Goldraub in die Schuhe geschoben worden, wofür er auch schön gehenkt wurde. Einige Jahre später kommt ein geheimnisvoller Fremder in die Stadt, der sich als Texas Ranger "Texas" (hust!) erweist. Er soll den wahren Schuldigen ermitteln, einen an den Rollstuhl gefesselten Rancher namens Clenton. Dabei verliebt sich Texas in dessen Tochter Gladys...
Eieiei, was für ein schönes Leckerli! Nein, nicht wirklich: Dieser beeindruckend langweilige Film wirkt ausgesprochen uneinheitlich, was daran liegt, daß er bereits 1966 von Mario Gariazzo begonnen wurde. Als die Produktionsgesellschaft wohl bankrott gegangen war, entschloß sich ein anderer Produzent, das schon abgedrehte Material aufzukaufen und einen Film daraus zusammenzuknöpern - 3 Jahre später! Für das neue Material verantwortlich ist der Regisseur Savona. Es fällt einigermaßen leicht, die neu gedrehten Sequenzen von den alten zu unterscheiden, da Wayde Preston vorher wohl ein eher konventioneller Schlagetot gewesen ist (mit ruppigen Manieren und knitterfreien Hemden), während er im Bonusmaterial einen gimmickbewehrten Tausendsassa mit Offizierskostüm spielt (z.B. schießende Krücken!), der obendrein der Mann der tausend Masken ist. (Er verkleidet sich u.a. als Mönch und als Doktor.) Außerdem ist das Haar von Sheriff Addobbati in dem neuen Material unterschiedlich grau und wesentlich zerzauster... Der Deputy ist Kraftmeier Dan Vadis, während der Oberschurke von einem gewissen "Joe" de Santis gegeben wird. (Das wird doch nicht...?) Seine Tochter ist die hübsche Loredana Nusciak, die mit DJANGO einen guten Westernstart gehabt hatte. In den neuen Szenen erscheint auch Livio Lorenzon als böser Ramirez, der mit seinen Brüdern Wayde heimleuchten soll. Das war übrigens Livios letzter Auftritt; zwei Jahre später starb der arme Mann, im Alter von gerade mal 49 Jahren... Obwohl als "Director of Photography" der fähige Stelvio Massi angegeben ist, sieht der Film sehr unvorteilhaft aus, und durch die zahlreichen Inkonsistenzen ergeben sich Unglaubhaftigkeiten, die alle dazu beitragen, daß man dem Geknüppele bald teilnahmslos gegenübersitzt. Der Soundtrack stammt größtenteils aus UNA LUNGA FILA DI CROCI, obwohl es immerhin einen neuen Titelsong gibt, der da heißt "The Unforgettable Gun". Dieser Film ist eine höchst vergeßbare Kanone, nach der man keine Rasterfahndung auszurichten braucht.
(CK)